Ihr ganzes Leben lang haben Sokrates, Platon und Aristoteles, diese Weisen der Antike, den Schwerpunkt auf Tugend, Gerechtigkeit und das Gemeinwohl gelegt. Es ist schon sehr ironisch, dass sich die Trump-Putin-Anhänger heute als Hüter grundlegender philosophischer Werte aufspielen. Der Gipfel ist, dass sie uns Lektionen in Demokratie erteilen. Für „blutrünstige Rohlinge oder ungebildete Flegel, Schmeichler, Unfähige und Korrupte, die keine Ahnung von Ethik und Gemeinwohl haben und von Lügen und Verrat leben“, ist das doch etwas übertrieben. Das kommt von denen, die gemeinsam die Zerstörung der Mittelschicht betreiben, die ein Hindernis für die Diktatur darstellt, Hass und Zwietracht sät, die Bürger spaltet und die Seelen mit ihrer Vulgarität, ihren Lügen und ihrer Boshaftigkeit vergiftet. Nichts ist besser als der Blick einer Historikerin wie Françoise Thom auf das griechisch-lateinische Erbe, das uns die Gründerväter der westlichen Zivilisation hinterlassen haben und das uns dazu auffordert, über die Richtung nachzudenken, die unsere Gesellschaften einschlagen.