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Une vision commune qui tienne compte de nos différences d’appréciation

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Le premier est de mettre à la disposition de décideurs tant civils que militaires ou d’experts (analystes, chercheurs, industriels, journalistes spécialisés, notamment) des « textes de référence », des analyses, des études, des articles traitant des enjeux actuels vus sous l’angle de la défense et de la sécurité,. Des textes de qualité qui ne soient pas « saucissonnés »…

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Decoding: On the War in Ukraine

On the War in Ukraine
This piece follows directly from the analysis Admiral Girard has been developing since the very start of the conflict, and which he was already describing in 2023 as the “emancipation of Ukrainian strategy”: the idea that, over time, Kyiv could only seek to loosen the constraints imposed on it by its Western backers. This paper confirms that this movement has indeed continued — the crossing of the initial red lines, the development of a domestic missile industry, deep strikes into Russian territory — without triggering the nuclear escalation that was originally feared.

What is changing, however, is the second term of the equation he had already set out in late 2022: the West’s “indirect strategy.” It has not disappeared, but its engine has shifted — from a deficit of political will to a deficit of means, European ones above all, as Washington withdraws from the file. The admiral thus points to a shift rather than a reversal: the Europeans are no longer merely indirect supporters by choice, but increasingly by necessity, for lack of a defence industry equal to the American shortfall in Patriot missiles.

The most serious point he raises — and one he frames, with his usual caution, as questions rather than statements — concerns Russia’s hybrid war aimed directly at European countries: electoral interference, funding of parties such as the AfD, attacks already recorded. He does not settle the question of the response required (NATO’s role, European coordination), but poses it as the most urgent and least addressed issue of the moment — a strategic void that echoes, by another path, the institutional voids the international press identifies elsewhere, on other theatres.

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Einordnung: Über den Krieg in der Ukraine

Über den Krieg in der Ukraine
Dieser Text steht in direkter Kontinuität zu der Analyse, die Admiral Girard seit Beginn des Konflikts ent-wickelt und die er bereits 2023 als „Emanzipation der ukrainischen Strategie“ bezeichnete: die Vorstellung, dass Kiew mit der Zeit zwangsläufig versuchen würde, sich aus dem Korsett der ihm von seinen westlichen Unterstützern auferlegten Beschränkungen zu befreien. Dieser Beitrag bestätigt, dass sich diese Bewegung tatsächlich fortgesetzt hat — Überschreitung der anfänglichen roten Linien, Aufbau einer eigenen Raketenindustrie, Schläge tief im russischen Hinterland —, ohne die anfangs befürchtete nukleare Eskalation auszulösen.

Carte de la guerre en Ukraine 5CESM, Mai 2022)
Häfen, Marinestützpunkte, Meerengen und Gasfelder im Schwarzen Meer und im Asowschen Meer — Sewastopol, Noworossijsk und die Schlangeninsel erscheinen dabei im Zentrum des Geschehens. Quelle: Centre d’Études supérieures de la Marine, Bulletin Marine Nr. 261, Mai 2022 [4] — geografische Bezugspunkte weiterhin gültig, operative Lage seither weitgehend verändert — Karte, — Carte Marine Nationale © CESM
Was sich hingegen ändert, ist der zweite Teil der Gleichung, die er bereits Ende 2022 aufgestellt hatte: die „indirekte Strategie“ des Westens. Sie ist nicht verschwunden, aber ihr Antrieb hat sich verlagert — von einem Defizit an politischem Willen hin zu einem Defizit an Mitteln, vor allem europäischen, in dem Maße, wie sich Washington aus dem Dossier zurückzieht. Der Admiral verweist damit eher auf eine Verschiebung als auf eine Umkehr: Die Europäer sind nicht mehr nur aus freier Wahl indirekte Unterstützer, sondern zunehmend aus Notwendigkeit, mangels einer Verteidigungsindustrie, die dem amerikanischen Patriot-Defizit gewachsen wäre.

Der schwerwiegendste Punkt, den er anspricht — und den er mit seiner gewohnten Vor-sicht eher als Frage denn als Behauptung formuliert —, betrifft den russischen hybriden Krieg, der sich direkt gegen die europäischen Länder richtet: Einmischung in Wahlen, Finanzierung von Parteien wie der AfD, bereits registrierte Übergriffe. Er entscheidet nicht über die notwendige Antwort (Rolle der Nato, europäische Koordinierung), stellt die Frage aber als die dringlichste und am wenigsten behandelte des Augenblicks — eine strategische Leere, die auf einem anderen Weg an jene institutionellen Leerstellen anknüpft, die die internationale Presse anderswo, auf anderen Schauplätzen, feststellt.

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De la guerre d’Ukraine fin septembre 2026

De la guerre d’Ukraine
Ce texte s’inscrit dans la continuité directe de l’analyse que l’amiral Girard développe depuis le début du conflit, et qu’il qualifiait déjà en 2023 d’« émancipation de la stratégie ukrainienne » : l’idée que Kiev ne pouvait que chercher, avec le temps, à desserrer l’étau des limites qui lui étaient imposées par ses soutiens occidentaux. Ce papier confirme que ce mouvement s’est bien poursuivi — franchissement des lignes rouges initiales, développement d’une industrie nationale de missiles, frappes en profondeur sur le territoire russe — sans provoquer l’escalade nucléaire que l’on craignait à l’origine.

Ce qui change, en revanche, c’est le second terme de l’équation qu’il posait déjà fin 2022 : la « stratégie indirecte » des Occidentaux. Elle n’a pas disparu, mais son moteur s’est déplacé — d’un déficit de volonté politique vers un déficit de moyens, européens en premier lieu, à mesure que Washington se retire du dossier. L’amiral signale ainsi un glissement plus qu’un renversement : les Européens ne sont plus seulement des soutiens indirects par choix, mais de plus en plus par nécessité, faute d’une industrie de défense à la hauteur du déficit américain en Patriot.

Le point le plus grave qu’il soulève, et qu’il formule avec sa prudence habituelle sous forme de questions plutôt que d’affirmations, concerne la guerre hybride russe visant directement les pays européens — ingérence électorale, financement de partis comme l’AfD, agressions déjà recensées. Il ne tranche pas sur la réponse à y apporter (rôle de l’Otan, coordination européenne), mais pose la question comme la plus urgente et la moins traitée du moment — un vide stratégique qui rejoint, par un autre chemin, les vides institutionnels que la presse internationale identifie ailleurs sur d’autres théâtres.

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Viel Schein, wenig Sein

Der Wolf im Schafstall
Diese Leerstelle, die die Weltpresse einhellig beschreibt, blieb nicht lange unbesetzt. Im Nahen Osten haben Saudi-Arabien, Pakistan und die Türkei am 7. August den Mekka-Verteidigungspakt formalisiert — aufbauend auf dem ein Jahr zuvor zwischen Riad und Islamabad geschlossenen gegenseitigen Verteidigungsabkommen, das nach Andeutungen mehrerer Verantwortlicher beider Länder sogar eine Form erweiterter nuklearer Abschreckung umfassen soll. Drei Mittelmächte finden sich hier verbündet, ohne dass Washington weder Dreh- und Angelpunkt noch überhaupt Zeuge wäre: die pakistanische Atommacht, die saudische Finanz- und Ölmacht, auf türkischer Seite die zweitgrößte Armee der Nato.

Nawaf Kabbara bietet in einer klugen Analyse, veröffentlicht bei unseren Kollegen von Levant Time, ein Bild, das es wert ist, unverändert übernommen zu werden: Er verglich den Nahen Osten bereits 1988 mit einer Aktiengesellschaft, deren Vorstandsvorsitz allein bei den Vereinigten Staaten lag. „Die Gesellschaft existiert noch“, schreibt er heute, „aber der Vorstandsvorsitzende kann nicht mehr allein entscheiden.“

Was das Mekka-Abkommen signalisiere, sei seiner Ansicht nach nicht notwendigerweise ein viertes Hegemonialprojekt neben den israelischen, türkischen und iranischen Ambitionen, sondern ein Gleichgewichtsprojekt: weder iranische Hegemonie noch israelische Vorherrschaft, sondern mehrere Mächte, die sich nun weigern, einen einzigen Akteur allein die Regeln des regionalen Spiels diktieren zu lassen — und die dafür, bemerkenswerterweise, keinem großen Block Gefolgschaft leisten müssen, sondern sich frei zwischen Washington, Peking und Moskau bewegen.

In Europa verläuft die Bewegung von gleicher Art, wenn auch nicht im gleichen Ausmaß: Die britische Presse selbst, wie gezeigt, drängt London und Brüssel inzwischen dazu, eigene strategische Autonomie aufzubauen, statt weiter auf einen zunehmend unzuverlässigen amerikanischen Schutzschirm zu setzen. Ein Verbündeter, der ein neues Gleichgewicht sucht, ist ein Verbündeter, der dem alten nicht mehr vertraut.

Das Paradox liegt offen zutage: Gerade in dem Moment, in dem der eigene Sicherheits- und Militärapparat erodiert — gelähmt von Prestigelaunen statt strategischer Vision, selbst in den eigenen Reihen desavouiert, zu ständigen Rückziehern gezwungen, beim Diesel wie beim Iran —, hat Donald Trump denen, die Amerika selbst als seine strategischen Rivalen bezeichnet, weit die Tür geöffnet. Er empfing Xi Jinping mit großem Prunk, umwarb Putin und ließ über Nordkorea ein fast freundschaftliches Schweigen walten. Der Wolf musste sich den Zutritt zum Schafstall nicht erzwingen: Der Schäfer, beschäftigt mit der Bewunderung seiner eigenen Erweiterungsbauten, hat ihm das Tor selbst geöffnet.

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Heavy on Pomp, Light on Substance

The wolf in the sheepfold
This vacuum, which the world’s press describes with one voice, did not stay empty for long. In the Middle East, Saudi Arabia, Pakistan, and Turkey formalised, on 7 August, the Mecca defence pact — built on the mutual defence agreement signed a year earlier between Riyadh and Islamabad, which several officials from both countries have hinted covers a form of extended nuclear deterrence. Three middle powers find themselves allied here without Washington being either the pivot or even a witness: Pakistani nuclear power, Saudi financial and oil power, NATO’s second-largest army on the Turkish side.

Nawaf Kabbara, in a sharp analysis published by our colleagues at Levant Time, offers an image worth borrowing as is: he had already, back in 1988, compared the Middle East to a joint-stock company, with the United States alone chairing the board. “The company still exists,” he writes today, “but the chairman of the board is no longer able to decide alone.”

What the Mecca agreement signals, in his view, is not necessarily a fourth hegemonic project alongside Israeli, Turkish, and Iranian ambitions, but a project of balance: neither Iranian hegemony nor Israeli supremacy, but several powers that now refuse to let a single actor dictate the rules of the regional game alone — and which, notably, need not align with any major bloc to achieve this, moving freely between Washington, Beijing, and Moscow.

In Europe, the movement is of the same nature, if not the same scale: the British press itself, as we have seen, is now pressing London and Brussels to build their own strategic autonomy rather than continuing to bet on an increasingly unreliable American umbrella. An ally seeking a new balance is an ally that has stopped trusting the old one.

The paradox is complete: at the very moment when its own security and military apparatus is eroding — paralysed by vanity projects rather than strategic vision, disavowed even within its own ranks, forced into constant back-pedalling on diesel as on Iran — Donald Trump has thrown the door wide open to those America itself designates as its strategic rivals. He received Xi Jinping with great pomp, courted Putin, and let an almost friendly silence hang over North Korea. The wolf did not need to force its way into the sheepfold: the shepherd, busy admiring his own building projects, opened the gate for it himself.