In einem brisanten Artikel beleuchtet Françoise Thom die engen Beziehungen zwischen dem Finanzier Jeffrey Epstein und dem Vater seiner Komplizin Ghislaine, Robert Maxwell, einem britischen Pressemagnaten, zu den höchsten Kreisen der sowjetischen und später der russischen Macht. Diese Feststellung wirft eine beunruhigende Frage auf: Was wäre, wenn der FSB die berühmte „Liste” von Epsteins Kunden in seinem Besitz hätte? Gibt es ein besseres Mittel, um die amerikanische Elite zu kompromittieren, als Beweise für die Teilnahme an Orgien mit Minderjährigen zu besitzen?
Revolutionen verschlingen ihre Kinder. Die Verschwörungstheorien, auf die Trump seine Kampagne aufgebaut hatte, wenden sich nun gegen ihn. Aber anstatt aus diesem Fiasko Lehren zu ziehen, glaubt Trump, sich retten zu können, indem er neue Verschwörungen anprangert und damit die revolutionäre Dynamik, die ihn gerade überwältigt, noch weiter anheizt. Anstatt sich zu fragen, warum ihm die Epstein-Affäre gerade jetzt, wo er beschlossen hat, die Ukraine zu bewaffnen, um die Ohren fliegt, warum gerade die russische Partei innerhalb der Trump-Bewegung, Elon Musk, Tucker Carlson, Marjorie Taylor Green, am lautesten die Freigabe der Epstein-Listen fordert, versinkt er nur noch tiefer in ungeschickten Initiativen. Trump, der große Manipulator von Verschwörungen gegen seine Feinde, ist wie gelähmt, wenn andere dieselbe Waffe gegen ihn einsetzen. Die Moral mag aus der Politik verschwunden sein, aber sie hat immer noch ihren Platz in der Geschichte.