tellvertreterkrieg statt Apokalypse
Während die Welt den Atem anhält und auf einen Tweet oder einen Befehl aus dem Oval Office wartet, der den Nahen Osten in Brand setzen würde, scheint die Geografie Donald Trump zu einer erzwungenen Zurückhaltung zu zwingen.
Der Geschäftsmann weiß, dass ein offener Krieg gegen den Iran die „Luxusbienenstöcke” am Golf in Flammen aufgehen lassen und die Weltwirtschaft sowie seine eigene Präsidentschaft ruinieren würde.
Somit zeichnet sich der „Irankrieg ohne den Iran“ als eine Strategie der Vermeidung ab. Anstatt seine Armeen in den jemenitischen Sumpf oder die persische Falle zu werfen, könnte Amerika den Weg der geringsten Kosten wählen: sich der insularen Juwelen (Sokotra) bemächtigen, die maritimen Riegel sichern und die Söldner den Staub der Kontinente verwalten lassen. Kurzum, ein Krieg der maritimen Positionen, in dem man den Feind einkreist, ohne jemals seine rote Linie zu berühren, und die militärische Konfrontation in ein riesiges navales Go-Spiel verwandelt, bei dem Teheran erstickt, aber nicht angegriffen wird.
Geografie gegen Technologie
Hedy Belhassine beleuchtet eine Realität, die in modernen Analysen oft vergessen wird: Trotz Drohnen und Hyperschallraketen bleibt die Geografie der Herr des Spiels.






