Françoise Thom entlarvt eine toxische Konvergenz zwischen russischen Einflussnetzwerken und der westlichen extremen Rechten, in der der Epstein-Skandal kein bloßes Boulevardthema mehr ist, sondern ein Hebel für psychologische Kriegsführung. Durch die Instrumentalisierung der Verdorbenheit der Eliten validiert der Kreml sein Narrativ eines „satanischen“ Westens, um die Zerstörung der internationalen Ordnung zu rechtfertigen. Diese Strategie stützt sich auf eine radikale eschatologische Wende: Auf beiden Seiten, von Dugin bis zu den Trump-nahen Evangelikalen, sucht man nicht mehr den Kompromiss, sondern die endgültige Konflagration. Der Krieg in der Ukraine verklärt sich so zu einem mystischen Kampf zwischen den „Söhnen des Lichts“ und den „Söhnen der Finsternis“. Dieser Nihilismus, den auch Figuren wie Peter Thiel teilen, lehnt die Aufklärung zugunsten eines reinigenden Chaos ab. Hinter der Verteidigung „traditioneller Werte“ verbirgt die russische Macht ihre eigene systemische Korruption und zieht es vor, die Welt in eine apokalyptische Gnosis zu stürzen, anstatt auf ihre imperialen Ziele zu verzichten. Eine entscheidende Warnung vor dem Ende der vernunftgeleiteten Politik.






